Hitzewelle führt zu 30 Prozent mehr Panneneinsätzen

Der TCS, also der “ADAC der Schweiz”, untersuchte die häufigsten Pannenursachen des bisherigen Hitzesommers 2019:

Die aktuelle Hitzewelle hält auch den Pannendienst des TCS auf Trab. Die hohen Temperaturen führen zu einem deutlich höheren Pannenvolumen. So wurden in den letzten Tagen über 30 Prozent mehr Panneneinsätze registriert. Die Patrouilleure sind im Schnitt innert 36 Minuten vor Ort und helfen in acht von zehn Fällen zur direkten Weiterfahrt.

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Bei Hitzeperioden sind auch Fahrzeuge grösseren Belastungen ausgesetzt. Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Einsatzstatistik der TCS Patrouille: So kam es allein am Dienstag und Mittwoch zu über 2´000 Einsätzen, über 30% mehr als an regulären Tagen.

Die häufigsten Pannenursachen
Hauptgründe für den regen Sommerbetrieb sind Pannen von Fahrzeugbatterien, elektronischen Komponenten oder Motorteilen. Gerade Batteriepannen führen zu vielen Einsätzen, den bei der Hitze können insbesondere ältere Batterien durchaus an ihre Grenzen stossen: Heisse Temperaturen im Motorenraum, wo 60 Grad und mehr erreicht werden, begünstigen unerwünschte chemische Vorgänge in der Batterie, welche dazu führen, dass die Batterie ihren Dienst aufgibt. Ein weiterer Grund für die zahlreichen Panneneinsätze dürfte der rege Urlaubsverkehr sein.

Tipps für Autofahrten bei Hitze
Bei Batterien sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht älter als 5 Jahre sind, da sie sonst Schadenanfälliger werden. Zudem sollte man bei heissen Temperaturen noch stärker als sonst schon, die Motor und Öltemperatur im Auge behalten. Wenn der Kühlmittelstand niedrig ist oder wenn die Kontrolllampe aufleuchtet, empfehlen wir Autofahrern, so schnell wie möglich anzuhalten und die Pannenhilfe zu kontaktieren. Zwei zusätzliche Kilometer reichen oft schon aus, um einen Motorschaden zu provozieren, was zu hohen Kosten führen kann.

Hitze im Auto kann tödlich sein
In den letzten Tagen kam es leider wiederholt zu Meldungen, dass Kinder und Tiere im Auto vergessen wurden. Die meisten Leute unterschätzen, dass es schon nach wenigen Minuten bei sengender Sonne im Auto extrem heiss und es für Mensch und Tier kritisch werden kann. Tests des TCS haben gezeigt, dass die Temperaturen im Auto schon innert kurzer Zeit auf über 50 Grad ansteigen. In 45 Minuten kann es bei dunklem Lack durch den Backofen-Effekt sogar über 80 Grad heiss werden. Deshalb besonders bei Hitze Kinder und Tiere nie im Auto lassen – auch nicht für einen kurzen Sprung in den Supermarkt.

(TCS)

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Über den Autor: Paul Hitzinger

Freier Journalist und Autor im Team von autoecho.de. Liebhaber von alten Autos und SUV Modellen.

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