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ZF präsentiert das Wunder von Berchtesgaden

Motorsportler Heinrich Malt

Im Zweitakt zum Sieg: DKW Junior von ZF am Ziel.

60 Jahre nach seinem ersten Rennen gewinnt Motorsportler Heinrich Maltz mit einem DKW von ZF beim internationalen Edelpreis-Bergpreis
ZF unterstützte zusätzlich bei der renommierten Veranstaltung zum Transport der Zuschauer mit einem historischen MAN-Bus SL 200

Der 84-jährige Motorsportler Heinrich Maltz hatte 1958 am ersten Roßfeldrennen teilgenommen und hat nun 60 Jahre später mit einem DKW Junior von ZF den internationalen Edelpreis-Bergpreis gewonnen. Auch der historische MAN-Bus SL 200 aus der Historischen Sammlung von ZF war bei der renommierten Veranstaltung im Einsatz und transportierte die Zuschauer über die Strecke.

Unglaublich, aber wahr: Er ist der Mann der ersten Stunde beim Roßfeldrennen – vor genau 60 Jahren nahm Heinrich Maltz mit einem DKW zum ersten Mal am internationalen Alpen-Bergpreis in Berchtesgaden teil. Jetzt hat er am letzten Septemberwochenende als einziger noch lebender Teilnehmer von 1958 mit einem DKW Junior von ZF den Gesamtsieg eingefahren. Das 3-Zylinder-Fahrzeug ist Bestandteil der Historischen Sammlung von ZF. Der Zweitakter ist mit einem ZF-Synchroma-Getriebe 4DS6-3 und Saxomat von Fichtel & Sachs ausgestattet.

Maltz fuhr schon gegen Graf Berghe von Trips
Heinrich Maltz war bis Mitte der 60er Jahre ein sehr erfolgreicher Rennsportler, bis er auf Wunsch seines Vaters in das traditionelle Familienunternehmen für Hochleistungs-Schmierstoffe einstieg und dafür den aktiven Motorsport beenden musste. Er trat damals am Roßfeld sogar noch als Teamkollege von Wolfgang Graf Berghe von Trips in der Formel Junior sowie u.a. gegen den legendären ‚Bergkönig‘ Hans Stuck an. Zusammen mit Alfred Hartmann entwickelte er auf Basis von DKW-Autos die Hartmann-Formel-Junior-Fahrzeuge und fuhr allein für die Scuderia Hartmann neunmal den ersten Platz ein. Auch wenn er seit den 60er Jahren kein Autorennen mehr gefahren ist – seine Rennleidenschaft hatte Maltz nie ganz aufgegeben: Der passionierte Motorradfahrer fährt bis heute mit einer 220 PS-starken BMW HP4 Clubmeisterschaftsrennen und kann seinen Gesamtsieg am Rossfeld selbst kaum fassen: „Das ist wirklich eine tolle Sache für mich. So ein Auto bin ich in meinem Leben noch nie gefahren und so wenig PS hab ich auch noch nie unter dem Hintern gehabt. Das ist ein Kontrast zu meinem Motorrad, mit dem ich normalerweise von null auf 100 in etwas unter drei Sekunden beschleunige – aber es ist ein Mordsspaß!“.

Das Rossfeldrennen wurde ab 1958 auf der höchsten Panoramastraße Deutschlands als internationaler Wettbewerb für Tourenwagen, Grand-Turisme-Fahrzeuge und Sport- und Formel-Junior-Wagen ausgerichtet. Ab 1961 wurde es als Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft gewertet und zog international namhafte Rennsportler wie Niki Lauda, Jochen Mass, Hans Herrmann, Karl Wendlinger oder Dieter Quester an.

Die beliebte Veranstaltung wird seit 2013 alle zwei Jahre von Joachim Althammer unter der Schirmherrschaft von Walter Röhrl ausgeführt und weist ein sehr ausgezeichnetes Starterfeld auf. Der komplette Reinerlös wird zur karitativen Unterstützung einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen im Berchtesgadener Land verwendet. In diesem Zusammenhang wurde auch der historische Bus MAN SL 200 von ZF unterstützend eingesetzt und transportierte die begeisterten Zuschauer zwischen den Rennen über die Strecke.